Alles braucht Zeit

Gedanken von Herbert Poppek

„Tempus fugit“ oder „Die Zeit entflieht, läuft uns davon“. Daher sollte man sie sinnvoll nutzen. Wir leben mit der Zeit, die uns mehr oder weniger lang gegönnt ist.

 

Ist die Zeit nur der Ablauf von Geschehnissen, denen wir oft machtlos ausgeliefert sind? Oder können wir uns mit der Zeit anfreunden? Da wir in ihr leben, haben wir keine andere Wahl.

 

Alles braucht seine Zeit, wie die Entstehung unserer Erde, des Lebens auf ihr. Moderne Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass unser blauer Planet vor 4,6 Milliarden Jahren aus einer toten Staubwolke um die Sonne entstanden sei. In der Genesis der Bibel hat Gott die Erde samt Fauna und Flora in 6 Tagen erschaffen. Darauf haben auch einige Forscher hingewiesen, wenn man nicht mehr weiter wusste.

 

Der mehrfach gewürdigte Brebacher Maler Erich Buschle hat im Winter 1961/62 den Holzschnittzyklus „Die Schöpfung“ entworfen, der im Festsaal unserer Kirche in Brebach zu finden ist.

 

Wir Menschen sollten dankbar sein für diese Erde, auf der wir leben dürfen, egal wie sie für uns entstanden sein mag. Doch braucht es Zeit zu erkennen, was allein wir Menschen dieser „Gottes-Schöpfung“ schon angetan haben. Es ist nicht der Einzelne, der sich versündigt haben könnte, sondern die Masse der Menschen, die oft ungehemmt und rücksichtslos in den Tag hinein lebt. „Es ist ja noch immer gut gegangen“, denkt so mancher, doch wird es sich die Erde auf Dauer nicht gefallen lassen. Man spürt die bereits begonnenen klimatischen Veränderungen in unserer Zeit. Noch ist es erst „5 vor Zwölf“, doch schaut man auf die gewaltsamen und oft rücksichtslos kriegerischen Auseinandersetzungen, die mitunter auf profitable Ziele einiger Machthaber hin geführt werden, so kann man so langsam an die kommende Apokalypse denken.

 

Der Weltuntergang ist vorprogrammiert und wird die Menschheit überraschen, wenn es auch noch eine nicht einschätzbare Zeit braucht.

 

Wenn die Menschen auf dieser herrlich schönen Erde nicht umdenken und sie weiter gnadenlos vergewaltigen, so wird sich dieses „Paradies“ mit einem Urknall verabschieden. Auch das braucht Zeit!

Herbert POPPEK am 1. Sonntag in der Fastenzeit 2019 

 16.06.2019