Betreutes Wohnen zuhause in Brebach

Unterstützungsangebote für alte und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen

Wie wollen wir leben im Alter und bei Pflegebedürftigkeit? Eine schwierige Frage, mit der viele von uns sich nur ungern auseinandersetzen. Für die meisten Lebensphasen werden genaue Pläne entworfen, aber bei diesem Thema wird häufig bis zum Ernstfall gewartet. Dann ist es nicht verwunderlich, dass viele Betroffene und Angehörige sich von der neuen Situation regelrecht überrollt fühlen. Wer kann jetzt schnell und unkompliziert helfen? Wie kann der Pflegealltag organisiert und gestemmt werden?

 

Es gibt natürlich die Option, in einer stationären Pflegeeinrichtung betreut zu werden. Aber die meisten Menschen - dazu gibt es viele Umfrageergebnisse - wünschen sich, möglichst lange und selbstbestimmt zuhause in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben. Wie kann dieser Wunsch umgesetzt werden, ohne die Angehörigen zu überfordern oder wenn man alleinstehend ist? Was muss möglicherweise an der Wohnung verändert werden? Welche Hilfsmittel gibt es? Wo finde ich einen Pflegedienst? Essen auf Rädern? Komm ich noch raus zu Freunden, Bekannten und Geselligkeiten? Welche finanziellen Unterstützungen gibt es? Gibt es Helfer oder Helferinnen in der Nachbarschaft, die kleine Alltagsdienste übernehmen können? Kann am Ende eine verlässliche und tragfähige Betreuung und Versorgung zuhause über längere Zeit auf die Beine gestellt werden?

 

Fragen über Fragen, mit denen sich auch das BürgerInnenZentrum im Rahmen seiner Seniorenarbeit intensiv beschäftigt hat. Mittlerweile ist ein Netzwerk von Unterstützungsangeboten entstanden, das Hilfen aus dem Stadtteil für die Menschen im Stadtteil bereitstellt.

 

Da ist zunächst die kostenlose Beratungsstelle für alte Menschen und ihre Angehörigen im BürgerInnenZentrum, die von Montag bis Freitag unkompliziert und direkt vor der Haustür erreichbar ist. Dort werden alle Fragen aufgenommen und abgeklärt. Wichtige Kooperationspartner wie der Pflegestützpunkt Ost und die Seniorenberatung des RVS werden bedarfsweise hinzugezogen. Die Beratungsstelle stellt auch gerne den Kontakt zum Medizinischen Dienst der Krankenkassen her, wenn ein Pflegegutachten erstellt werden soll, oder hilft bei der Beantragung von finanziellen Leistungen.

 

Danach gibt es die Möglichkeit, das Angebotspaket „Betreutes Wohnen zuhause in Brebach“ als fortlaufende Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Das Grundpaket beinhaltet die Begleitung durch eine Koordinatorin (Pflegefachkraft und Sozialarbeiterin), die bei der Alltagsorganisation, bei Veränderungen und Schwierigkeiten im Rahmen eines monatlichen Hausbesuchs behilflich ist, sowie zwei Stunden Alltagsunterstützung pro Monat nach individuellem Bedarf (z.B. Begleitung zum Arzt, zu Behörden oder auch zu Veranstaltungen, Hilfen im Haushalt, gemeinsames Kochen, Unterstützung beim Einkaufen, Hilfen beim „Papierkram“ etc.). Weitere Alltagshilfestunden können je nach Bedarfslage hinzugebucht werden. Die monatlichen Kosten für „Betreutes Wohnen zuhause in Brebach“ werden ab Pflegegrad 1 ganz oder teilweise – je nach Umfang - von den Pflegekassen übernommen.

 

Ein weiteres Angebot ist die wöchentliche Betreuungsgruppe für Menschen mit Pflegegrad, die jeden Montag von 10 bis 14 Uhr im Stadtteiltreff des BürgerInnenZentrums stattfindet. Die Besucherinnen und Besucher werden gerne auch zuhause abgeholt und wieder zurück gebracht. Die Gruppe wird von einer Sozialarbeiterin und einer Ergotherapeutin geleitet. Hinzu kommen Ehrenamtliche, die viel Engagement und Zeit mitbringen, um sich um einzelne Gruppenmitglieder intensiv kümmern zu können. Im Mittelpunkt der Treffen stehen Bastel- und Bewegungsangebote, Gesellschaftsspiele, Musik, Singen und vieles mehr. Punktuell werden gemeinsame Ausflüge und Fahrten unternommen. Um 12 Uhr gibt es einen gemeinsamen Mittagstisch, zu dem auch andere Senioren und Seniorinnen aus dem Stadtteil hinzukommen. So hat man die Möglichkeit, mit anderen zu plauschen und erfährt Neuigkeiten aus Brebach. Einmal pro Monat ist die Gruppe beim Kulturfrühstück des Kultur- und Lesetreffs dabei, in dessen Rahmen Buchvorstellungen, Lesungen, Reisevorträge oder Vorträge zu Gesundheits- und Gesellschaftsthemen stattfinden. Die Betreuungsgruppe bietet also für die Teilnehmenden viele Anregungen und die Familienangehörigen zuhause haben derweil einmal Zeit nur für sich selbst. Auch bei diesem Angebot können die Kosten von den Pflege- und Krankenkassen übernommen werden.

 

Ein zusätzlicher Baustein ist die Einzelbetreuung durch die ehrenamtlichen Stadtteilhelferinnen und -helfer. Sie kommen stundenweise vorbei (auch zur Entlastung der Angehörigen) und verbringen Zeit mit den Pflegepersonen. Vorlesen, kleine Spaziergänge, Gesellschaftsspiele, gemeinsames Einkaufen und Kochen, Begleitung beim Kirchgang usw. - vieles ist möglich, je nachdem was dem Einzelnen Freude bereitet. Auch hier können Kosten von den Kranken- und Pflegekassen erstattet werden. Die nächste Schulung zum Stadtteilhelfer bzw. -helferin startet übrigens am 7. November beim BürgerInnenZentrum Brebach (BZB). Erkundigen Sie sich gerne, wenn Sie daran teilnehmen möchten.

 

Alle Angebote dürfen selbstverständlich auch von Menschen genutzt werden, die keinen Pflegegrad haben, aber im Alltag Unterstützung oder Entlastung brauchen.

 

Eine wichtige Grundlage der Seniorenarbeit im BürgerInnenZentrum ist die Bereitstellung von Kontaktmöglichkeiten, von anregenden, schönen Erlebnissen und aktiver Beteiligung. Deshalb gibt es eine ganze Reihe von Aktivitäten (häufig kostenlos und höchstens ein kleiner Beitrag für Material- oder Eintrittskosten etc.), die Spaß machen, gesellig sind, weiterbilden und die Gesundheit fördern. Seniorenyoga, Gedächtnistraining, Qi Gong, Internet- und Tablet-Kurse, Bildungsfahrten, geführte Wanderungen, Vorträge, Kochkurse … die Palette ist reichhaltig und offen für alle. Gerne auch generationen- und kulturenübergreifend.

 

Die Angebote für alte und pflegebedürftige Menschen im BürgerInnenZentrum Brebach der Diakonie Saar werden im Rahmen des Modellprogramms „Förderung der Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen und des Ehrenamts nach SGB XI § 45 c Abs. 5“ vom Regionalverband Saarbrücken und den Saarländischen Kranken- und Pflegekassen finanziell unterstützt.

 

Wenn sie nähere Auskünfte möchten, wenden Sie sich ganz unverbindlich an uns. Wir beraten Sie gerne.

 

BürgerInnenZentrum Brebach/Diakonie Saar, Saarbrücker Straße 62, 66130 Saarbrücken-Brebach

Ansprechpartnerinnen:

 

Dagmar SCHACKMANN, Tel. 0681-9508325  

 Elke KRANZHÖFER, Tel. 0681-9508326


 

Anm. des Webmasters: Diskriminierende (hier: männerdiskriminierende) Inhalte werden nicht veröffentlicht. Daher wurden die Bezeichnungen mit Genderstern aus der Textvorlage ersetzt durch Doppelnennungen.

10.09.2019