Halbzeit der Prädikanten-Zurüstung

Mittlerweile liegt der Beginn meiner Prädikanten-Zurüstung Anfang November 2018 ein gutes Jahr zurück und mit dem Zwischenkurs im September diesen Jahres ist nun auch schon etwas mehr als die Hälfte geschafft.

 

Hinter mir und meinen 12 Prädikanten-Kolleginnen und -Kollegen unserer Landeskirche liegen 12 Monate, in denen wir neben unserem normalen Berufsalltag mehrere Gottesdienste vorbereitet und gefeiert haben. Die meisten von uns wurden auch von einem Gottesdienst-Coach im Gottesdienst besucht, gefolgt von einer mehrstündigen Nachbesprechung.

 

Vom 23. bis zum 27. September 2019 war unser Zwischenkurs im Gästehaus des Ev. Kirchenverbandes Köln in Überdorf, in der Nähe von Nümbrecht im Oberbergischen Land. Die Freude über das Wiedersehen war sehr groß und es war sehr interessant zu erfahren, wie es den Kolleginnen und Kollegen ergangen ist und was sie alles in dem Jahr in ihren Heimatgemeinden gemacht haben. Schwerpunkte des Zwischenkurses waren Liturgie und Abendmahl. Neben den täglichen Morgen- und Abendandachten, die die Kursteilnehmer selbst gestalteten, feierten wir am letzten Tag, kurz vor unserer Abreise, einen Abendmahlsgottesdienst, den wir mit der Gruppe vorbereiteten. Mit einer Kollegin durfte ich die Aufgabe übernehmen, den Gottesdienstraum herzurichten.

 

Im Januar, Februar und März 2020 steht nun jeweils ein ganzes Wochenende zu drei verschiedenen Themen an: Seelsorge, Taufe und Trauung. Im September 2020 findet der Abschlusskurs statt. Wenn ich das Abschlusskolloquium am letzten Kurstag erfolgreich bestehe, dann werde ich die Ordinationstagung im Oktober 2020 in Bonn besuchen. Danach könnte die Ordination stattfinden.

 

Weiterhin werde ich den einen oder anderen Gottesdienst unter Anleitung meines Mentors Josef Jirasek vorbereiten und mit der Gemeinde feiern, denn bis zum Abschlusskurs muss ich mindestens 10 eigene Gottesdienste nachweisen.

 

An dieser Stelle danke ich herzlich Josef Jirasek für seine Geduld, seine Zeit, seine konstruktiven Rückmeldungen und Tipps während meiner Zurüstung. Dies weiß ich sehr zu schätzen, da ich momentan ja noch „Mehrarbeit“ für Josef bin und ihn noch nicht wirklich unterstützen und entlasten kann.

 

Da das Ehrenamt des Prädikanten relativ viel Zeit in Anspruch nimmt, habe ich mich daher schweren Herzens entschieden, bei der nächsten Presbyteriumswahl 2020 nicht mehr zu kandidieren. Zwei Ehrenämter in der Kirchengemeinde sind mir zu viel.

 

Ab dem nächsten Jahr werde ich mich daher ganz auf das Prädikantenamt konzentrieren und in dieser Weise unsere ev. Kirchengemeinde Brebach-Fechingen-Bliesransbach unterstützen und hoffentlich auch bereichern.

Jens Ammer

09.12.2019