Gottes Schöpfung wankt

Gedanken von Herbert Poppek

Als Gott Himmel und Erde mit den beseelten Menschen geschaffen hat, war sicher auch für ihn nicht vorhersehbar, wie die Spezies "homo sapiens" sich entwickeln würde.

 

Im Jahre 1804 lebten etwa 1 Milliarde Menschen auf der Erde, 1927 waren es doppelt so viele, und Ende 2019 waren es bereits 7,6 Milliarden.

 

Bei diesen Perspektiven sollte man meinen, dass unsere Erde beginnt, unruhig zu rotieren. Doch ist sie zum Glück noch im Gleichgewicht, aber immer mehr Menschen bedeuten für sie auch mehr Belastung. Umweltsünden nehmen mehr und mehr zu. Dagegen wehrt sich nun Mutter Erde mit teils verheerenden Folgen für Natur und Mensch. Das Schulmädchen Greta Thunberg aus Schweden hat mit ihrer Mission "Fridays for future" mit Erfolg weltweit Schulkinder zum Schulstreik gegen die von Menschen verursachten Umweltschäden aufgerufen.

 

Die beiden letzten Sommer in unseren Breiten haben uns alle überrascht und unsere Politiker zum Handeln gebracht. Trotzdem sündigen wir Menschen täglich weiter: Immer schneller und größer muss alles gehen. Doch sollte sich schon jeder selbst fragen, was er für den Umweltschutz tut. Die teils apokalyptischen Ereignisse der letzten Jahre sollten uns Mahnung und Besinnung sein!

 

Im Brief an die Korinther heißt es: "Gott wird Menschen richten, die Gottes Tempel zerstören!" Jeder Mensch ist ein "Tempel Gottes". Dennoch haben sich viele Menschen von Gott und Nächstenliebe abgewendet. Zum Glück gibt es noch einige, die auf das persönliche Umfeld achten. Auch die Worte von Pfarrer Dietrich Bonhoeffer können uns Mut machen: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Morgen und am Abend und ganz gewiss an jedem neuen Tag." Manchmal hilft auch Beten.

 

Herbert POPPEK am 12.01.2020

11.03.2020