Das Presbyterium in Coronazeiten

... aus der persönlichen Sicht einer Presbyterin

Ich gehöre seit 2016 unserem Presbyterium an.

 

Die Corona-Viren wirbeln alle und alles durcheinander. Das gilt auch für uns Presbyterinnen und Presbyter. Ich gehöre der Fraktion an, die eher zu vorsichtig ist im Umgang mit dem Virus. Zum einen habe ich 45 Jahre als Krankenschwester gearbeitet und weiß, wie es ist, mit Schutzkleidung und Mundschutz zu arbeiten! Das ist extrem belastend - auch für Patienten, die plötzlich nur noch von „Vermummten“ umgeben sind. Zum anderen gehören mein Mann und auch ich - übrigens 40 Jahre verheiratet und hoffentlich auch noch lange - mit jeweils mehreren Faktoren in unserer Vorgeschichte zur Risikogruppe! Entsprechend diszipliniert und vorsichtig verhalten wir uns auch.

 

Möglicherweise kann das auch mal mit anderen Meinungen im Presbyterium kollidieren, weil „Wichtigkeiten“ von jedem einzelnen ganz unterschiedlich interpretiert werden können. So kann es auch durchaus sein, dass ich in Zukunft - coronabedingt - weniger öffentlich wahrzunehmen bin und aus den vorgenannten Gründen vielleicht auch zu manchem eine andere Meinung vertrete. Und dafür bitte ich um Verständnis, die ganze Situation beschäftigt mich sehr. Denn die Verschiedenheit der Menschen, mit allen persönlichen Facetten, spiegelt sich ganz genauso auch in einem Presbyterium wider. Und wir bemühen uns mit aller Kraft, mit all diesen Problemen umzugehen und Lösungen zu finden.

 

Das ist ganz gewiss nicht einfach und wir alle danken schon jetzt für Ihr Verständnis.

07.06.2020