Gottesdienstimpuls für den Vorletzten Sonntag (15. November 2020)


Gottesdienstimpuls
für den Vorletzten Sonntag 2020

 


„Ihr seid nicht die Generation, die sich für irgendetwas schuldig fühlen muss, aber ihr seid die, die die Erinnerung an das Grauen wachhalten müssen und deswegen versprecht mir eins. Setzt euch dafür ein, dass so etwas nie, nie wieder passiert!“

Solche Sätze , liebe Gemeinde, habe ich von verschiedenen Menschen gehört. Von Alex Deutsch etwa oder von Esther Bejarano. Beide haben Auschwitz überlebt. So wie sie haben auch andere gedacht und sagen es — bis heute.

Heute ist Volkstrauertag. Wir gedenken der Opfer von Gewalt, von Krieg und Misshandlung, von Unterdrückung. Und versprechen, alles in unseren Händen liegende zu tun, damit so etwas nie, nie wieder passiert. Wir können alle etwas tun. Und stehen im Tun nicht allein. Wir werden vielmehr ermuntert, zu handeln. Jesus selbst ermuntert uns. Auch mit seinen Gleichnissen. Wir sprechen auch darüber heute noch einmal. Wie letzte Woche. Der Predigttext am heutigen Sonntag ist ein Gleichnis. Wir werden sehen, was wir daraus hören, wovon wir uns inspirieren lassen. Die Worte Jesu wollen ermahnen, wollen zum Nachdenken anregen und wollen trösten. Auch in diesem virtuellen Gottesdienst, den wir wie alle unsere Gottesdienste feiern:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen
Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Darum: wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn. Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, dass er über Tote und Lebende Herr sei. So drückt Paulus seine Hoffnung aus. Der Psalmist schreibt in diesem Zusammenhang:


Psalm 126  

Wenn Gott die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.
Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein.

Dann wird man sagen unter den Völkern: Gott hat Großes an ihnen getan!
Ja, Gott hat Großes an uns getan; deswegen sind wir fröhlich.

Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

♫  Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit.   Amen ♫


Schuldbekenntnis  

Guter Gott, an einem Tag wie heute, halten wir inne und überlegen, was in der Vergangenheit geschehen und wovon unsere Gegenwart geprägt ist.

Wir überlegen, wie wir selbst unserer Verantwortung gerecht werden.

Gott, bleibe immer mit uns auf unseren Wegen und ermuntere uns zu solchem Nach-Denken und bleibe uns zugewandt mit deiner Gnade und deiner Liebe. Amen


Lesung Matthäus 25, 31ff.

So sagt es Jesus, den wir als Christus bekennen: »Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt, begleitet von allen Engeln, dann wird er auf seinem Herrscherthron Platz nehmen. Alle Völker der Erde werden vor ihm versammelt werden, und er wird die Menschen in zwei Gruppen teilen, so wie ein Hirt die Schafe von den Böcken trennt. Die Schafe wird er auf seine rechte Seite stellen und die Böcke auf seine linke Seite. Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: 'Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt Gottes neue Welt in Besitz, die er euch von allem Anfang an zugedacht hat. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir etwas anzuziehen gegeben; ich war krank und ihr habt mich versorgt; ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht.'

Dann werden die, die den Willen Gottes getan haben, fragen: 'Herr, wann sahen wir dich jemals hungrig und gaben dir zu essen? Oder durstig und gaben dir zu trinken? Wann kamst du als Fremder zu uns und wir nahmen dich auf, oder nackt und wir gaben dir etwas anzuziehen? Wann warst du krank oder im Gefängnis und wir besuchten dich?'

Dann wird der König antworten: 'Ich versichere euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan.'

Dann wird der König zu denen auf seiner linken Seite sagen: 'Geht mir aus den Augen, Gott hat euch verflucht!  Denn ich war hungrig, aber ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, aber ihr habt mir nichts zu trinken gegeben; ich war fremd, aber ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, aber ihr habt mir nichts anzuziehen gegeben; ich war krank und im Gefängnis, aber ihr habt euch nicht um mich gekümmert.'

Dann werden auch sie ihn fragen: 'Herr, wann sahen wir dich jemals hungrig oder durstig, wann kamst du als Fremder, wann warst du nackt oder krank oder im Gefängnis – und wir hätten uns nicht um dich gekümmert?'

Aber er wird ihnen antworten: 'Ich versichere euch: Was ihr an einem von meinen geringsten Brüdern oder an einer von meinen geringsten Schwestern zu tun versäumt habt, das habt ihr an mir versäumt.'«

Halleluja. Der Himmel kann es bezeugen: Gott ist im Recht, wenn er nun Rechenschaft von ihnen fordert. Halleluja.


♫ Halleluja ♫


Worte Jesu. Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums geschrieben. Worte Jesu. Für wen gesprochen? Wer fühlt sich angesprochen? Wer steht auf der rechten, wer auf der linken Seite? Die Jünger? Sicherlich auf der rechten Seite. Schafe, keine Böcke. Sie sind Jesus gefolgt. Sie halten zu ihm.

Im 25. Kapitel des Matthäusevangeliums aufgeschrieben. Im darauffolgenden Kapitel schildert der Evangelist Matthäus, was an Gründonnerstag und danach geschah. Zu denselben Jüngern sagte Jesus: Einer von euch wird mich verraten. Heute Nacht werdet ihr alle an mir irrewerden. In dieser Nacht, bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen und behaupten, dass du mich nicht kennst. Ich bin so bedrückt, ich bin mit meiner Kraft am Ende. Bleibt hier und wacht mit mir! Und was haben sie getan? Sie sind eingeschlafen.

Und mit genau diesen Menschen hat er Abendmahl gefeiert. Und zu genau diesen Menschen hat er das Gleichnis von den Schafen und von den Böcken erzählt. Auf welcher Seite stehen nun die Jünger? Auf welcher Seite stehen wir?

Eins ist sicher: Das Abendmahl hat er uns auch über die Jünger hinweg geschenkt. Und genau dies eingedenk bekennen wir nun unseren Glauben, wohl wissend, welchen Tag wir heute begehen: Volkstrauertag. Der Tag, an dem der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht wird. Krieg und Gewalt. Schon immer und immer noch. Krieg und Gewalt, was um Gottes Willen unser Leben und Handeln nicht bestimmen darf.


Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.


Lied 149   Es ist gewißlich an der Zeit

5) O Jesu, hilf zur selben Zeit von wegen deiner Wunden, dass ich im Buch der Seligkeit werd angezeichnet funden.
Daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht’ und meine Schuld bezahlet.

6) Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn du nun wirst erscheinen, und lies mich aus dem Buche frei, darinnen stehn die Deinen,
auf dass ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns hast erworben.

7) O Jesu Christ, du machst es lang mit deinem Jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von wegen vieler Plage.
Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel. Amen.

(Text  Bartholomäus Ringwaldt 1582/1586  Melodie  Martin Luther 1529)


Ein paar Gedanken zum vorletzten Sonntag des Kirchenjahres

Die Gleichnisse folgenden Inhalts kennen wir alle: Der reiche Kornbauer, der seinen Überfluss hortet und nichts abgibt. Die beiden, die in den Opferstock Geld einwerfen. Der Reiche, der weniger als ein Taschengeld einwirft und die arme Frau, die zwar viel, viel weniger einwirft, aber damit doch einen ganz beträchtlichen Teil ihres „Vermögens“. Wir kennen auch die Frage des jungen Mannes an Jesus: „Was muss ich tun, um dir zu folgen?“ Und die Antwort: „ Verkauf alles, was du hast, und verteil das Geld an die Armen“ Er ist weggegangen und ward nicht mehr gesehen. Und Jesus schloss: „Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr als ein Reicher in Gottes neue Welt.“ Wir kennen auch das andere Wort Jesu: „Man kann nicht zwei Herren dienen. Man wird den einen vernachlässigen und den anderen bevorzugen. Dem einen treu sein und den anderen hintergehen. Ihr könnt nicht beiden zugleich dienen: Gott und dem Mammon.“

Ja, solche Worte kennen wir. Haben wir irgendwann schon mal gehört. Die Interpretation solcher Worte liegt doch auf der Hand: Wer sich an seinen Besitz klammert. Wer sein Hab und Gut über alles stellt und nur immer noch mehr haben will, stellt sich per se außerhalb der christlichen Gemeinschaft. Hat von den christlichen Geboten nichts verstanden. Ist das so? Ein Plädoyer gegen Reichtum? Da hätten die allermeisten von uns schlechte Karten. Es kommt nämlich nur drauf an, auf welcher Seite man steht, von welcher Seite ich alles betrachte. Vergleiche ich mich mit einem Multimillionär, kann ich schnell sagen, wie sparsam und genügsam ich doch lebe. Vergleich ich mich mit jemandem, der auf der Straße lebt oder von Hartz 4, sieht das ganz anders aus. Da bin ich der Reiche. Und wenn wir unsere Situation hier mit Lebenssituationen in manchen anderen Ländern vergleichen, dann kann fast niemand mehr sagen, wie schlecht es ihm geht.

Ja, es kommt immer auf die Perspektive an. Aber es bleibt eben auch, was ich letzte Woche schon sagte: Die Gleichnisse und Worte Jesu sollen niemanden in Selbstsicherheit wiegen. Es gibt nicht „Hier ist gut und da ist böse und natürlich bin ich auf der Seite der Guten“. Nein. Die Gleichnisse und Worte Jesu wollen mich mit allem ansprechen, was darin ausgedrückt wird. Und manchmal bin ich dann eben auch auf der Seite der „Bösen“. Und habe in mich zu gehen und genau darüber nachzudenken.

Reichtum. Reichtum verpflichtet. Ich habe einige Worte Jesu zitiert, die vielleicht das zu unterstreichen scheinen. Und gleichzeitig voller Kritik sind. Doch dann: dieses Gleichnis, das heute, am Volkstrauertag als  Predigttext ausgelegt werden soll:

„Ein reicher Mann hatte einen Verwalter, der ihn betrog. Als dieser reiche Mann davon erfuhr, ließ er ihn rufen und stellte ihn zur Rede: ›Was muss ich von dir hören? Leg die Abrechnung vor, du kannst nicht länger mein Verwalter sein!‹“

Klare Sache. Der Reiche ist sich seiner Verantwortung bewusst. Er hat einen eingestellt, der sein Vermögen verwalten soll, aber der nutzt seine berufliche Stellung, um seinen Auftraggeber zu betrügen. Die Entlassung ist folgerichtig. Die Leute, die dieses Wort Jesu gehört haben, werden sofort mit dem Kopf nicken. Klar, verstehen wir. Weg mit ihm. Aber Vorsicht, Leute, so einfach hat’s Jesus nie gemacht. Und tatsächlich. Der weitere Verlauf sieht so aus:

„Da sagte sich der Verwalter: ›Was soll ich machen, wenn mein Herr mir die Stelle wegnimmt? Für schwere Arbeiten bin ich zu schwach, und zu betteln schäme ich mich.‹“

Wahrscheinlich haben die Zuhörer und Zuhörerinnen da schon die Hände gerieben. Jetzt wirst du auch mal erfahren, was das heißt, ordentlich zu arbeiten. Das geschieht dir Recht. Man kann die Schadenfreude doch geradezu heraushören. Der Verwalter ist ratlos, kommt an seine Grenzen. Was soll ich tun? Und wieder Vorsicht, Leute, die Geschichte geht weiter:

„Ich weiß, was ich tun werde“, sagte der Verwalter, der Betrüger. „Ich muss mir Freunde verschaffen, die mich in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich hier entlassen werde.‹“

Ist das nicht geschickt? Aber richtig durchtrieben ist es zugleich. Ein Fähnchenschwenker ist er. Betrügt zuerst seinen Auftraggeber und versucht sich dann lieb Kind zu machen,  bei egal wem. Die Hauptsache, er fällt nicht ins Bodenlose. Bei egal wem? Überhaupt nicht: „So rief der Verwalter nacheinander alle zu sich, die bei seinem Herrn Schulden hatten. Er fragte den Ersten: ›Wie viel schuldest du meinem Herrn?‹ ›Hundert Fässer Olivenöl‹, war die Antwort. ›Hier ist dein Schuldschein‹, sagte der Verwalter; ›setz dich hin und schreib fünfzig!‹ Einen anderen fragte er: ›Wie steht es bei dir, wie viel Schulden hast du?‹ ›Hundert Sack Weizen‹, war die Antwort. ›Hier ist dein Schuldschein, schreib achtzig!‹“

Ist das nicht unglaublich? Er setzt seinem Betrug noch einen weiteren Betrug oben drauf. Und was er da einfach mal so erlässt, zeigt: Diejenigen, deren Schuldscheine so umgeschrieben werden, waren selbst Großgrundbesitzer, reiche Leute, denn 100 Fässer Olivenöl – das ist der Gesamtertrag von 140 Ölbäumen, oder 100 Sack Weizen – das ist eine Riesenmenge. Was haben die Zuhörerinnen und Zuhörer jetzt gedacht? Gewiefter Verwalter. Betrügt seinen Herrn und hofft auf Zuflucht bei anderen Superreichen. Die Moral des Gleichnisses liegt nun doch auf der Hand. Um den Mammon geht’s. Der nur Betrug hervorruft. Auf allen Seiten. Immerhin hat auch der Herr profitiert. Denn irgendetwas hat ihm der Verwalter ja doch auch zukommen lassen. Klare Sache. Jesus, da brauchst du nicht weiter zu reden. Aber Jesus redet weiter. Er sagte: „Der Herr, lobte den betrügerischen Verwalter wegen seines klugen Vorgehens. Denn in der Tat: Die Menschen dieser Welt sind, wenn es ums Überleben geht, viel klüger als die Menschen des Lichtes.“

Das ist der Predigttext. Was soll ich dazu sagen? Ich fasse mich kurz. Und jeder und jede kann nachher weitere Gedanken sich über diese Bibelstelle machen. Was ist unser Leben? Ganz sicher keine ewige Aufwärtsspirale. Wir gehen unsern Weg und merken immer wieder, wie wir an unsere Grenzen stoßen. Aus Misserfolgen können wir unterschiedliche Konsequenzen ziehen. Aus Niederlagen auch. Am Volkstrauertag, wo wir der Opfer von Gewalt und Unterdrückung, von Kriegen gedenken, erinnern wir uns doch in besonderer Weise, wie Menschen ticken können. Auf Gewalt reagierte man schon so oft mit noch mehr Gewalt, statt es so zu halten, wie John F. Kennedy einmal sagte: „Die Menschheit muss den Krieg beenden, bevor der Krieg die Menschheit beendet.“ Oder wie Bertha von Suttner, die einst Alfred Nobel dazu inspirierte den Friedensnobelpreis zu verleihen und Bertha empfing ihn als erste mit Sätzen wie diesen: „Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.“ Das ist eine der möglichen Konsequenzen, die gezogen werden können und leider immer wieder auch gezogen wurden und gezogen werden. Daran denken wir, gerade an einem solchen Tag wie heute. Und stellen uns nicht über andere und urteilen und verurteilen nur. Sondern sehen auch unsere Verantwortung, wie wir in unserem Leben mit allen Ecken und Kanten doch auch immer wieder einen anderen Weg wählen können, der uns eine alternative Möglichkeit zeigt. Nur eins bleibt bei dem Verwalter weiterhin zu sagen: Wer sein Leben  so sehr an äußeren Gütern ausrichtet. Wer nur so glücklich sein kann. Der kann tatsächlich auch den Blick auf das verlieren, was Jesus als die wichtigsten Regeln für menschliches Zusammenleben bezeichnete: Die Gottesliebe und die Nächstenliebe. Aber die Liebe Gottes zu uns, zu uns allen mit allen unseren Fehlern und Unzulänglichkeiten. Diese Liebe schenkt er uns und freut sich über jeden, der erste Schritte geht, wie der Verwalter in der Geschichte, die wir gerade hörten, oder wie der Verlorene Sohn, über den unmittelbar davor berichtet wird oder eben  der barmherzige Samariter. Über den Jesus berichtet, um zu zeigen, was sein Wort von der Gottes- und Nächstenliebe ganz konkret bedeuten kann. Wir lassen uns von allen inspirieren und davon stärken, dass Gott uns begleitet, in all unserer Unzulänglichkeit. Und ganz am Ende verliert der Mammon dann wirklich seine Bedeutung. Dann gibt es nur noch Gott für uns. Amen.  Und der Friede Gottes, der viel höher ist als alle unsere menschliche Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen!


Fürbitten und Vaterunser

Gott des Friedens, heute, am Volkstrauertag, denken wir über Dinge nach, die in dieser Welt geschehen, die niemand gutheißen kann. Wir denken heute  an die Menschen, die voller Angst sind und durch Krieg und Gewalt jede Perspektive verloren haben. Wir bitten dich, schenke ihnen Hoffnung, damit sie nicht verzweifeln.
Gott des Friedens, schenke allen Menschen, die sich um Frieden mühen, Ausdauer und Geduld und immer wieder neue Kraft und Mut, damit der Ruf zum Frieden nicht verstummt. Schenke uns allen die Kraft, Botinnen und Boten des Friedens zu sein.

Gemeinsam beten wir

Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


Segen

Gott, segne und behüte uns. Lasse dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Erhebe dein Angesicht auf uns und gib uns Frieden. Amen.


Lied 378 Es mag sein

1. Es mag sein, dass alles fällt, dass die Burgen dieser Welt um dich her in Trümmer brechen.
Halte du den Glauben fest, dass dich Gott nicht fallen lässt: er hält sein Versprechen.

2. Es mag sein, dass Trug und List eine Weile Meister ist; wie Gott will, sind Gottes Gaben.
Rechte nicht um Mein und Dein; manches Glück ist auf den Schein, lass es Weile haben.

5. Es mag sein, so soll es sein. Fass ein Herz und gib dich drein; Angst und Sorge wird´s nicht wenden.
Streite, du gewinnst den Streit! Deine Zeit und alle Zeit steh´n in Gottes Händen.

(Text  Rudolf Alexander Schröder 1936/1939  Melodie Paul Geilsdorf 1940)

 

21.11.2020