RUACH – Erleuchtung

Dorothee Bielfeld bittet zu Pfingsten zum Lichtertanz in der Johanneskirche

 Pfingsten 2022 präsentiert die Evangelische Kirche im Rheinland die Ausstellungsreihe RUACH – Atem.Wind.Geist. Fünf international renommierte Künstlerinnen und Künstler erhalten in ausgewählten Kirchen einen Gestaltungs- und Entfaltungsraum. Ein Experiment mit großem Potential und zugleich offenem Ausgang. Schon in diesem Herangehen spiegelt sich eine Grunderfahrung mit dem Wirken der biblischen Geistkraft Ruach: Ruach schafft Raum, setzt in Bewegung, führt aus der Enge in die Weite und macht so lebendig. Die Erfahrung inspirierender Geistkraft als Ausgangspunkt teilen Glaube und Kunst.

 

Diesem Experiment stellt sich auch Dorothee Bielfeld in der Saarbrücker Johanneskirche. Leise, poetisch und meditativ gelingt es der Künstlerin in St. Johann für einen Moment die Erleuchtung erlebbar zu machen. Reines Licht färbt sich durch drei Taizé-Fenster zu einem Pfingstschauspiel in purpur-rot.

 

Denn betritt man am späten Vormittag die Johanneskirche in Saarbrücken, kann es sein, dass etwas Magisches passiert. Ein Lichtstrahl der unsere Seele berührt. Andächtig. Überrascht von der Schönheit und Intensität der Farbe sind wir überwältigt. Ein Moment der Erleuchtung?

 

Dorothee Bielfeld versucht diesen Augenblick in ihrer Installation einzufangen. Mit sechzehn Spiegelobjekten holt Sie den roten Lichtertanz in den Raum. Eine dynamische Begegnung mit etwas Überirdischem. Gleich eines meditativen Atemzugs. Die Besucherinnen und Besucher können nicht nur das Lichtspiel im Raum erleben, sondern auch um und durch das Objekt schreiten und neue Perspektiven in der Kirche entdecken.

 

Herzlich laden wir Sie zur Vernissage ein, am 14. Mai 2022 um 12 Uhr. Bis zum 10. Juli 2022 können Sie die Installation Erleuchtung von Dorothee Bielfeld in der Saarbrücker Johanneskirche erleben.

 

Auch die anderen raumgreifenden Installationen der Künstlerinnen und Künstler der Ausstellungsreihe RUACH treten in Beziehung zur Architektur der evangelischen Kirchen, sowie zu den dortigen Raumverhältnissen und 22 Stimmungen. Die Installationen haben nicht den Anspruch vollkommen zu sein. Vielmehr ist es der Versuch, die Heiliggeistkraft durch die Sprache der Kunst für einen Moment sichtbar und spürbar zu machen.

 

Jede Ausstellung wirkt für sich. Gemeinsam entsteht ein ganzheitliches Bild von RUACH: So erleben die Besucherinnen und Besucher den Geist auf unterschiedlichste Weisen. In der Johanneskirche in Düsseldorf schafft Aljoscha eine Interpretation des Heiligen in Verbindung mit der Vitalität des puren Lebens. In der Kölner Christuskirche hingegen taucht man in das Werk von Aurel Dahlgrün ein und erlebt den Geist durch Atem, Luft und Wasser. In den atemberaubenden Hallen der Konstantinbasilika in Trier inszeniert Holger Hagedorn seine Vorstellung der Dreifaltigkeit. Hier weht der Geist durch die Kraft des Windes. In der Notkirche in Essen treffen wir auf die Arbeit von Johanna Reich. Sie wählt dafür das Medium der Sprache um den Geist Gottes in Erscheinung treten zu lassen. Reich entwickelt einen Algorithmus um Fragen aus dem Alten und Neuen Testament zu extrahieren und diese wieder neu und unerwartet zu stellen.

 

Weitere Informationen zur Ausstellungsreihe, den Orten und Besuchszeiten sowie auch zum Begleitprogramm der Ausstellung Erleuchtung in Saarbrücken finden Sie ab Ostern 2022 unter kunst.ekir.de.

03.03.2022