Angedacht

...von Pfarrer Florian Schmitz-Kahmen, Vakanzverwalter

Liebe Leserinnen und Leser!

 

Jesus sah eine große Menge Volkes; die Menschen taten ihm leid, und er redete zu ihnen von der unwiderstehlichen Liebe Gottes. Als es dann Abend wurde, sagten seine Jünger: „Herr, schicke diese Leute fort, es ist schon spät, sie haben keine Zeit!“

„Gebt ihr ihnen doch davon“, sagte er, „gebt ihr ihnen doch von eurer Zeit!“

„Wir haben selber keine“, fanden sie, „und was wir haben, dieses wenige, wie soll das reichen für so viele?“

Doch da war einer unter ihnen, der hatte wohl noch fünf Termine frei, mehr nicht, dazu zwei viertel Stunden. Und Jesus nahm mit einem Lächeln die fünf Termine, die er hatte, dazu die beiden viertel Stunden. Er blickte auf zum Himmel, sprach ein Dankgebet und Lob. Dann ließ er austeilen die kostbare Zeit durch seine Jünger an die vielen Menschen. Und siehe da: Es reichte nun das Wenige für alle. Am Ende füllten sie sogar zwölf Tage voll mit dem, was übrig war an Zeit. Das war nicht wenig!

 

Nur die Zeit, die man verschenkt, wird man gewinnen.

 

„Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“

2. Korinther 6,2

 

Mit herzlichen Grüßen

Gottbefohlen

Ihr

 

 

 

(Florian Schmitz-Kahmen, Pfr.)

02.06.2022