Partizipation in der KiTa

 

Partizipation im Alltag der KiTa Sonnenblume

 

Partizipation bedeutet „Teilhaben, Teilnehmen“.

 

Ist das möglich – Partizipation im Kindergarten? Wir sagen: „Ja, das ist möglich!“

 

Lasst die Kinder mitbestimmen!

 

Ein wichtiges Erziehungsziel ist, dass die Kinder lernen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern. 

 

Die Kinder lernen dabei, ihre Meinung zu vertreten und in der Diskussion miteinander auch andere Meinungen und Standpunkte zu hören und zu akzeptieren.

 

Partizipation im Kindergarten lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise in den Kindergartenalltag einbringen und realisieren. Wir haben uns für die offene Form der Beteiligung entschieden, das bedeutet, die Kinder können in der Kinderkonferenz und auch im Frühkreis ihre Wünsche, Anliegen und Bedürfnisse einbringen.

 

Am 01.09.2016 wurde in unserer Einrichtung die Kinderkonferenz ins Leben gerufen. Sie findet jeden Freitag um 9.00 Uhr an einem großen Tisch im Mehrzweckraum statt. Alle Kinder ab fünf Jahren können daran teilnehmen.

 

Zu Beginn konnten sich die Kinder selber einen Namen für dieses Treffen überlegen. Und anschließend wurde demokratisch darüber abgestimmt. Vorschläge der Kinder waren: Kindertreffen, Kinderwelt, Kinderland, Blumenwiese, Sonnenblume, Punkt, Knäckebrot und Sternenland.

 

Die Mehrheit der Kinder entschied sich für den Namen „Kinderland“.

 

In den weiteren Treffen wurde uns bewusst, dass wir jemanden benötigen, der für Ruhe sorgt, die Zeit im Auge behält und eine Anwesenheitsliste führt.

 

Also ernannten wir drei Wächterfunktionen:

 

Die Zeitwächterin/der Zeitwächter – hat eine Sanduhr, jedes Kind hat ca. 1 Minute Zeit, um sich zu äußern. Die Ruhewächterin/der Ruhewächter – hat eine kleine Glocke, die geläutet wird, wenn es zu laut ist. Die Listenführerin/der Listenführer – hat eine Liste mit Fotos und macht immer ein Kreuz, bei dem Kind, welches anwesend ist.

 

Jede Woche werden andere Kinder für die Wächterfunktion ausgesucht. Ein Redestein ist für die Kinder ein Zeichen „Jetzt rede ich und die anderen hören mir zu.“

 

Viele Dinge wurden schon im Kinderland besprochen, wie z. B.: Was kaufen wir auf dem Markt, was möchtet ihr daraus backen oder kochen. Welche Themen beschäftigen euch zurzeit, was würdet ihr gerne mal in der KiTa machen.

 

Die Kinder entschieden sich auch dazu, neue Gruppennamen zu überlegen, da die Namen schon „zu alt“ seien. Es wurden viele Vorschläge für Gruppennamen gemacht, wie z. B. Hirschgruppe, Bienenzimmer, Spielgruppe, Babygruppe, Löwengruppe, Eichhörnchengruppe, Zaubergruppe, Wolkengruppe, Anna- und Elsagruppe.

 

Die Namen wurden von der Erzieherin notiert und dann in jeder Gruppe im Frühkreis abgestimmt, so dass jedes Kind die Möglichkeit hat, seine Stimme zur Namensfindung seiner Gruppe zu geben.

 

Die Kinder der Mäusegruppe wurden zur Löwengruppe.

 

Die Kinder der Spatzengruppe wurden zur Zaubergruppe.

 

Bei manchen Themen wird es mit der Partizipation im Kindergarten eher schwierig sein. Dies betrifft vor allem Entscheidungen, die zum Schutz und zur Sicherheit der Kinder getroffen werden müssen.

 

Es gibt immer auch Entscheidungsfolgen, die Kinder gar nicht absehen können. Durchaus sollte man die Kinder aber bei Entscheidungen, die sie selber tätigen können, beteiligen. Dadurch können die Kinder im Kindergarten zu selbstbewussten und kommunikativen Persönlichkeiten heranwachsen, die Argumente und ihre eigene Meinung vertreten können.

 

Melanie Stramondinoli / Sprachfachkraft

15.05.2017

Eine unserer Aktivitäten zu Leben und Lernen sind die Waldprojekte.

Bei unseren Waldprojekten, die mehrmals im Jahr stattfinden, steht erlebnisorientiertes und selbstentdeckendes Lernen im Vordergrund. Mit Begeisterung und Freude am Entdecken erobern sich unsere fünf- und sechsjährigen Kinder zwei Waldgebiete in Fechingen. Fünf Tage lang erleben wir die Natur bei jedem Wetter und in wechselnden Jahreszeiten.

 

Unsere Ausrüstung besteht aus Lupen, Schraubgläsern, Bestimmungsbüchern, Kletterseilen, Kamera, Baumwollbeuteln, Schnüren und natürlich Hygiene- und Erste- Hilfe- Material. Jedes Kind trägt seinen Rucksack mit Imbiss, Getränken und Regen-, bzw. Sonnenschutz. Wenn wir viel zu transportieren haben, nehmen wir den Bollerwagen mit.

 

Lesen Sie weiter in unserem Download Waldprojekte Beschreibung (16 Seiten, 4 MB).